DIE WEINLÖWEN e.V.

ein Zusammeschluss aus
Weingärtnern und Weininteressierten

 

 

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Die Weinlöwen

Die Weinlöwen ist ein Zusammenschluss von Lemberger - Freunden und natürlich Lemberger Erzeugern,
die alle ein gemeinsames Ziel haben:
Denn die vielen hervorragenden Ergebnisse die heute im Ausbau erreicht werden, stärker in den Blick von Weinliebhabern und Sommelier zu rücken.

Die ersten gemeinsamen Aktivitäten der Vaihinger Weingärtner wurden von der „Arbeitsgemeinschaft Vaihinger Weinbaubetriebe“ durchgeführt. Diese Arbeitsgemeinschaft hat Publikumsweinproben veranstaltet und sich in einem Weinbauarbeitskreis in der Gruppe fortgebildet. Aus dieser Arbeitsgemeinschaft hat sich 2013 der Weinöwen e.V. gegründet. Hauptintension dieser Gründung war es, eine gemeinsame Vinothek zu eröffnen und die Weine aus dem Stadtgebiet im historischen Zentrum zu präsentieren. Hierzu hat die Stadt Vaihingen die Räumlichkeiten der ehemaligen „Unteren Apotheke“ renoviert und zur Verfügung gestellt. 

 

Interview mit Martin Fischer vom Weingut Sonnenhof

Der Vaihinger Löwe zeigt seine Stärke auch in Corona-Zeiten. Die Faszination des Preises ist ungebrochen. Das zeigen die Anzahl und Qualität der Anstellungen. Besonders erfreulich ist es für die Veranstalter, dass die internationale Wahrnehmung so positiv ist. Martin Fischer, einer der Initiatoren des Preises gibt im nachfolgenden Interview Einblick und Ausblick.

Lieber Herr Fischer, ganz herzlichen Dank für Ihre Zeit. Lassen Sie uns gleich mit der ersten Frage beginnen:


Martin Portrait 2016 II 800x800

Der Vaihinger Löwe ist 2020 im zweiten Jahr international und trotzt der schwierigen Situation mit sehr vielen Anstellungen. Wie erklären Sie sich die hohe Teilnahme?

Da muss man natürlich sagen, dass während der Anmeldephase der Lock Down bzw. die Corona-Auswirkungen noch nicht absehbar waren. Damit haben sich die Winzer noch „in der alten Zeit“ angemeldet. Dennoch ist es ein Erfolg, dass wir im zweiten Jahr so viele Anstellungen haben. Das bedeutet, der Preis hat sich etabliert und die Preisträger sind stolz über die Auszeichnungen. Sehr glücklich sind wir, dass es trotz der Krise keine Rückzieher gab.

Gab es Veränderungen oder Einschränkungen bei den Verkostungen in diesem Jahr?

Die Vorverkostungen fanden noch zu den „normalen“ Bedingungen in der Weinbauschule in Eisenstadt/Burgenland und beim Weinbauverband in Weinsberg/Württemberg statt. Dann kam der Shutdown und wir mussten die finale Verkostung zweimal verschieben. Ende Juni war es dann in der Stadthalle in Vaihingen an der Enz soweit. Mit ausreichend Abstand zwischen den Tischen gingen die Verkoster mit der gewohnten Leidenschaft und Begeisterung ans Werk. Erstmalig wurde die Veranstaltung vom Önologen Albrecht Hauber geleitet

Sind es immer dieselben Juroren bei den Verkostungen?

Wir haben eine hohe Anzahl an Stammjuroren aber auch in jedem Jahr Veränderungen. Denn der Kreis besteht ausschließlich aus Experten wie Sommeliers, Journalisten, Weinhändler, Sommelier-Ausbilder, Winzer und Kellermeistern. Bedingt durch die vollen Terminkalender gibt es daher immer auch die eine oder andere Veränderung.

Wie unterscheiden sich die beiden Kategorien und welche Parallelen gibt es?

Das wesentliche Unterscheidungsmerkmal ist der Alkoholgehalt. Die Weine mit mehr Alkohol haben naturgemäß auch mehr Wucht und werden von den Juroren gerne auch höher bepunktet. Aber nicht jeder Weintrinker bevorzugt alkoholstarke Weine. Daher haben wir bisher den Preis in zwei Kategorien eingeteilt. Es zeigt sich aber, dass die Anstellungsrate bei den Weinen mit weniger Alkohol sehr gering ist. Sicher eine Folge der immer wärmeren Sommer, die Alkoholwerte unter 13 % vol.nahezu unmöglich machen. Entsprechend werden wir ab 2021 nur noch einen Vaihinger Löwen vergeben und auf die bisherigen Kategorien verzichten.

Sind viele neue Weingüter und Winzer unter den Anstellungen oder immer wieder die alten Bekannten?

Im letzten Jahr waren aufgrund der Internationalisierung viele neue Namen unter den Anstellungen. In diesem Jahr waren es überwiegend bekannte Weingüter und Winzer, aber z.B. der Sieger in der Kategorie 1, das Weingut Heinrich aus Heilbronn, hatte in den Vorjahren keine Weine angestellt. Insgesamt zeigt das die Wichtigkeit des Preises, dass wir nicht stetig wechselnde Teilnehmer haben, sondern „Wiederholungstäter“

Gibt es aus Ihrer Sicht große Unterschiede zu den Anstellungen 2019?

Nein, oder anders gesagt: die Qualitäten waren in beiden Jahren sehr gut bis ausgezeichnet.

Sehen Sie im Ausbau der Lemberger/Blaufränkischen einen Trend?

Absolut! In Deutschland gewinnt der Lemberger seit Jahren an Bedeutung und wird auch über die Grenzen Württembergs hinaus immer wichtiger. Das Potential scheint erkannt zu sein, die Hektarzahlen nehmen zu, die Qualitäten auch. Das freut mich persönlich sehr.

Unter den diesjährigen Siegern sind keine Gewinner aus dem letzten Jahr zu finden, warum?

Das liegt wohl daran, dass die Unterschiede in der Spitze oft nur Nuancen sind. So gibt es auch immer wieder neue Preisträger. Auch wenn unter den Gewinnern immer wieder bekannte Namen sind. Aber es gibt eben auch viele junge, ambitionierte Winzer, die mit Ihren Weinen Impulse setzen.

Wie haben Sie das neue Format „Online-Preisverleihung“ erlebt?

Wein spricht in erster Linie unsere Sinne an, da kommt ein virtuelles Format an seine Grenzen. Ebenso leben unsere Juroren, Winzer und Weinliebhaber vom Austausch, vom persönlichen Gespräch - auch das ist online nur sehr eingeschränkt möglich. Also ich hoffe sehr, dass wir 2021 zum gewohnten Format zurückkehren können. Ergänzend kann ich mir vorstellen, dass Interessierte, die ansonsten nicht teilnehmen könnten, virtuellen Zugang zur Verleihung erhalten.

Welche Veränderungen wird es 2021 geben?

Das ist vor allem die Konzentration auf einen Preis – es wird keine unterschiedlichen Kategorien mehr geben

In diesem Jahr sind Sie mit Ihrem eigenen Weingut unter den Gewinnern (Platz 3, Kategorie 2, kraftvolle Weine) – wie fühlt sich das an ?

Die Leitung der Verkostungen, die Jury und die Auswertung arbeiten völlig selbständig, damit habe ich ein sehr gutes Gefühl dabei. Wir haben die Organisation der Probe von Anfang an in neutrale Hände gegeben um uns auch selbst mit unseren Weinen messen zu können. Da darf man sich auch über einen Preis freuen.

Welchen Tipp geben Sie den Winzern für den Vaihinger Löwe 2021?

Schicken Sie uns ihre Lemberger, Blaufränkisch und Kékfrankos. Schränken Sie sich in der Auswahl nicht zu sehr ein. Die Auswahl der Besten macht die Jury gerne für Sie. 

Wappen v2

Als sich die Wengerter in den 1980er Jahren mehr damit beschäftigt haben, hochwertige Weine zu produzieren war schnell klar, dass sich dazu die Rebsorte Lemberger gut eignet. Bei entsprechend kurzem Anschnitt im Weinberg, ertragsreduzierenden Maßnahmen sowie Rückbesinnung zur Maischegärung und Ausbau im Holzfass oder Barrique, entsteht ein ganz anderer Wein als er landauf landab als leichter Vesperwein vinifiziert wurde.

Um diesen Weinen die entsprechende Wertschätzung zukommen zu lassen, hatten die Vaihinger Weingärtner die Idee eine Vergleichsverkostung von Lemberger-Weinen zu organisieren. Die Geburtsstunden des Lemberger-Preises „Vaihinger Löwe“.

 

 

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